Unterwegs in Süd-Luzon

Luzon ist die siebtzehntgrößte Insel der Welt und die größte der Philippinen. Damit ist sie für den Inselstaat das, was Festland am nächsten kommt und nach Mindoro fühle ich mich wie auf Festland.
Schon Batangas, das noch in Sichtweite von Sabang/Puerto Galera liegt ist angenehm unspektakulär. Touristisch vollkommen uninteressant, man bleibt hier höchstens, wenn man die letzte Fähre nach Mindoro verpasst hat. Ich bleibe 2 Tage und genieße das „echte“, das untouristische Leben. Und die lokalen Preise. Alles ist knapp zwei Drittel billiger als in Puerto Galera! Ich frohlocke und esse dafür einfach mehr. 😉

Haha, Kaffee Klatch

Mein Hotel in Lucena, hier lag Die Gymnastik des Willens

Im Bus gibt’s essen, auch ein Tablett Burger, das für ein kleines Dorf reichen würde …

In Lucena finde ich im Schrank Die Gymnastik des Willens von Reinh. Gehrling von 1905 − diese dritte Auflage ist von 1913 und wurde 1915 von Frau Marie Raber Mayer für 15,− (ich schätze Reichsmark) gekauft. Ich wüßte gerne, wie es in so gutem Zustand nach Lucena gekommen ist.
Aktuell ist es übrigens nach wie vor, Kapitel wie Wie kräftigt man sein Gedächtnis oder Die Jagd nach dem Glück könnte man auch in jedem modernen Selbsthilfebuch finden. Das Kapitel über Gewohnheiten findet entspricht fast diesem Blogeintrag von Tim auf Earthcity (natürlich ohne Bezug auf den 1905 noch nicht erfundenen Fernseher).

Der Plaza von Naga, abendliches Beisammensitzen, Lachen, Essen, Singen, Skaten

Eine Karaokemaschine liegt zum Verkauf bereit.

Man beachte das Schild „No firearms allowed“ − Schußwaffen verboten.
Als ehemalige amerikanische Kolonie haben die Philippinen einen ähnliche Schußwaffenkultur.

Kampfhahnzuchtstation

Wanderweg am Mt. Sirog bei Naga

mit Wasserfall

Zum Abschied gab’s noch eine Parade für mich.

Der Weg führt mich weiter Richtung Osten, Legazpi und der Volcano Mayon (der vom 100 Peso Schein) sind das Ziel. Hier wird es wieder touristischer. Ich sehe 4 Ausländer und spreche sogar mit einem. Neben einer Photosession mit dem Mayon geht es auch unter die Erde. Etwa 3 Stunden laufe, krieche, schwimme ich durch eine Tropfsteinhöhle, die niedrigste Stelle ist etwa eine Handbreit über dem Wasser, so daß wir quasi unter den Stalaktiten durchtauchen müssen. Ein Riesenspaß!

Auch hier beachte man das Schild an meinem Hotel in Legazpi: This place is a fire hazard. Diese Gebäude ist brandgefährlich.

Dafür wurden viele Sprinkler installiert.

Ein bunter Jeepney

Tricycles

auf dem Markt

Haha, den Fischen geht’s wie mir.

Volcano Mayon, der schönste Vulkan der Erde, der perfekte Kegel.

Im Markt sind keine Händler erlaubt … interessant.

Reis, Reis, Reis …

Der Welt bester Halo Halo

Darüber hinaus hat Legazpi einen phantastischen Nachtmarkt und die Region Bicol eine wunderbare Küche, was mich zu allabendlichen, lukullischen Exzessen verführt. Wenn Euch jemand erzählt, philippinisches Essen sei nicht gut oder langweilig, dann könnt Ihr ihn getrost auslachen!
Und finde ich den bisher besten Halo Halo.

Sooooo lecker! Und die Auswahl …

… auf dem Nachtmarkt von Legazpi.

Was gegrilltes …

… oder lieber Lunge und Herz?

Mein Guide und ich vor der Höhle

Ich sag’s doch, die Philipinos haben Humor: Es ist Mayons Aufgabe zu rauchen, nicht Deine!

Mittlerweile habe ich mich auch für das philippinische Frühstück gewöhnt. Hotsilog − der Name ist auch wieder genial, doch dazu späther mehr.

Doch obwohl mich die Philippinen nach wie mit kleinen Dingen glücklich machen, freue ich mich auf Taiwan, auf etwas neues, das ich noch nicht kenne. Der Gedanke, ab wann man zu lange in einem Land war, beschäftigt mich in den letzten Tagen immer wieder. Die fast vier Monate hier waren schon sehr lang. Ich will was neues sehen.
Republik China, ich komme.

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